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Umwelt und Nachhaltigkeit – ein Thema für den Druck?

So wie zum Thema Mobilität nach sinnvollen umweltgerechten Konzepten gesucht wird, so ist auch rund um den Druck heute schon vieles im "grünen Bereich" möglich. Analog zum Thema Mobilität heißt es auch hier, dass jedes nicht hergestellte Papier die Umwelt am besten entlastet. Wer auf seine Zeitung, die persönliche Einladung, das gedruckte Buch oder in der Unternehmenskommunikation auf Visitenkarte, Briefbogen, Folder und Broschüre nicht verzichten möchte, für den ist interessant, was alles "richtig" gemacht werden kann:

Sorgfältige Bedarfsermittlung: Wird die Drucksache gebraucht, welche Alternative gibt es? Wie hoch ist die benötigte Auflage? Welches Papier soll bedruckt und welche Druckerei beauftragt werden?

Auch wenn natürlich nicht direkt klimaneutral produziert werden kann, so können CO2-zertifizierte Druckereien ihre Klimabilanz durch Zertifikate für Klimaschutzprojekte dennoch ausgeglichen darstellen.

Worauf ist aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten bei der Papierauswahl zu achten:

Holzfreies Papier ist nicht holzfrei. Es besteht zu 95 % aus Zellstoffen, die aus Holz gewonnen werden. Holzfrei ist in ein Qualitätsmerkmal, keine Umwelteigenschaft. Papier mit einem hohen Anteil an Holzfasern vergilbt schnell und ist weniger lange haltbar.

Chlorfrei gebleichtes Papier sollte heute selbstverständlich sein. Allerdings können ECF-Papiere (elemental chlorine free) mit bestimmten Chlorverbindungen gebleicht und somit trotzdem nicht unbedenklich für die Umwelt sein. Nur TCF-Papiere (totally chlorine free) sind völlig chlorfrei gebleicht. Aktuelle ECF-Papiere können durch extrem niedrige Chlorrückstände aber durchaus akzeptabel sein.

Der Blaue Engel garantiert, dass es sich um 100 % Recylingpapier handelt.
FSC steht für die Organisation "Forest Stewardship Council" - ein Zertifizierungssystem für
nachhaltige Forstwirtschaft. Sowohl Papiere als auch Druckereien und deren Fertigungsprozess
können FSC zertifiziert sein.
Nach Meinung der Initiatoren ist das PEFC-Siegel, das für ein Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung ("Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes") steht, gut – nach Meinung einiger Umweltverbände ist das FSC-Logo besser.
Das Ecolabel der Europäischen Union wird auch für Papier vergeben, hat aber bisher, obwohl schon 1992 ins Leben gerufen, einen eher geringen Bekanntheitsgrad.

uc-communication setzt ausschließlich 100% Naturstrom aus Wasserkraftanlagen in Norwegen ein.